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Warum Leichte Sprache?

Menschen mit Behinderungen haben einen Rechtsanspruch auf verständliche und zugängliche Informationen in Verwaltungsverfahren mit Behörden. Am Ende profitieren aber alle Menschen von leicht verständlichen Informationen.

Die Übersetzung und Auseinandersetzung mit einer Übersetzung in Leichte Sprache kann zeitaufwendig sein. Mit dieser Plattform können Mitarbeitende aus den Verwaltungen Texte in Leichter Sprache einsehen, herunterladen und an ihren jeweiligen Bedarf anpassen.

Wir möchten Mitarbeitenden aus der Verwaltung die Möglichkeit bieten, sich gegenseitig zu unterstützen, indem sie vorhandene Texte in Leichte Sprache aus ihrem Haus für andere Verwaltungen zugänglich machen und ebenso von anderen Texten in Leichter Sprache profitieren. Unser Ziel in Baden-Württemberg ist es, Hand in Hand den Weg zu ebnen, sodass ein selbstbestimmtes Leben und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen möglich ist.

Erklärfilm: Für wen ist leichte Sprache gut?

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Einblick: Textübersetzung in Leichte Sprache

Zum Beispiel

Übersetzung zum Thema Persönliches Budget in Leichte Sprache von Allgmeine Sprache.

Budget ist ein französisches Wort.
Man spricht es so: Büdsche.
Ein Budget ist ein bestimmter Geldbetrag.
Zum Beispiel: 100 Euro.
Menschen mit Behinderungen sollen Geld bekommen.
Sie sollen wie Menschen ohne Behinderungen am Leben teilnehmen.
Mit dem Geld können sie selbst einkaufen, was sie brauchen.
Und selbst entscheiden, was sie kaufen möchten.
Menschen mit Behinderungen können das Persönliche Budget beantragen.
Dann bekommen sie jeden Monat Geld.
Manchmal auch einen Gutschein.

Wie viel Geld man bekommt, ist unterschiedlich.
Das hängt davon ab, was man alles braucht.
Das Geld darf man für verschiedene Sachen ausgeben.

Zum Beispiel:
Für Sachen zur Pflege
Für Menschen, die im Arbeitsleben helfen.
Für Kultur und Gesellschaft
Zum Beispiel:
Kinokarten oder Theaterkarten.
Für Zugfahrkarten oder Busfahrkarten oder Fahrdienste.

Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf Leistungen, die ihnen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen. Diese können sie mit dem so genannten Persönlichen Budget selbstständig einkaufen. Es ergänzt die bisher üblichen Sachleistungen und wird direkt gezahlt. Für sie oder ihn bedeutet das mehr Selbstbestimmung, aber auch mehr Eigenverantwortung.

Seit dem 1. Januar 2008 besteht ein Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Menschen mit Behinderungen kaufen die benötigten Hilfen selbst ein und bestimmen, wann, wie und von wem sie Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen. Das Persönliche Budget ist freiwillig und kann von jedem Mensch mit Behinderung oder von Behinderungen bedrohten Menschen beantragt werden – unabhängig von der Schwere der Behinderungen. Es wird in der Regel am Monatsanfang als Geldleistung ausbezahlt oder in Ausnahmefällen als Gutschein ausgegeben. Die Höhe richtet sich nach dem individuell festgestellten Bedarf. Es soll die Kosten aller bisher individuell festgestellten, ohne das Budget zu erbringenden Leistungen aber nicht übersteigen. Das Persönliche Budget ist als Geldleistung steuerfrei, da es Leistungen ersetzt, die nach dem Einkommenssteuergesetz steuerfrei sind.

Leistungen zur Teilhabe, die durch das Persönliche Budget eingekauft werden können, sind beispielsweise

  • Hilfen zur Pflege,
  • Assistenz im Arbeitsleben,
  • ambulante Hilfen im häuslichen Bereich,
  • Hilfen zur Teilhabe am kulturellen und gemeinschaftlichen Leben (z. B. Kino- und Theaterbesuche),

  • Leistungen zur Mobilität (z. B. Fahrdienst, Fahrkarte).

Wird ein Persönliches Budget trägerübergreifend durch mehrere Leistungsträger, wie z. B. der Sozialhilfe, der Bundesagentur für Arbeit und der Pflegeversicherung gemeinsam erbracht, spricht man von einer Komplexleistung.